DIY Goldschmieden

Ein Selbstversuch – Goldschmieden lernen an einem Wochenende

05.12.2014

Nachdem ich regelmäßig über Schmuckdesign berichte und es spannend ist immer neue Ideen der Designer zu entdecken, war ich sehr gespannt mehr über das Handwerk zu erfahren. Daher habe ich mich für ein Wochenende zum Goldschmieden an der Hamburger VHS angemeldet – voller Vorfreude, was wohl an diesem Wochenende entstehen wird. Ob man mit einem eigenen schönen Teil nach Hause gehen wird?

Zuerst einmal war ich überrascht, wie nah Goldschmieden am groben, dreckigen Schmiedehandwerk dran ist. Irgendwie habe ich mir Goldschmieden feiner, sauberer vorgestellt. Nun aber hämmerten 8 Leute in einem Raum, flammten ihre Chemikalien ab und feilten sich die Finger wund. Nach dem ersten Tag hatte ich Muskelkater in der Handfläche durch das anstrengende Feilen der Metalle und dem Festhalten der zu feilenden Stücke.

Der erste Tag war als Grundeinführung und zum Üben der grundlegenden Techniken – wie Feilen und Sägen – gedacht. So arbeitete ich auch nur mit Messing und Kupfer statt mit Silber, das dann doch schon 2€ pro Gramm am nächsten Tag kosten sollte. Doch ich war auch froh um die Dünne des Messings, welches sich relativ einfach feilen lies. Nachdem der Ablauf der Arbeitsschritte mit Feilen, Löten, in diverse Lösungen Legen klar war, konnte auch schnell nebenher noch ein zweites kleines Teil gemacht werden. Am Ende des 1. Tages hielt ich dann 2 Kettenanhänger aus Messing in der Hand – und ich war ziemlich erstaunt, was man mit den simplen Techniken schon alles anstellen konnte.

1. Tag Goldschmiedekurs Kettenanhänger aus Messing und Kupfer

Zwei Messinganhänger vom 1. Tag, ein Stück Silber für den Ring am 2. Tag und rechts das Ergebnis des 1. Tages.

 

Die Vorfreude auf den zweiten Tag war daher groß. Am Sonntag Morgen wurde zuerst ein Stück Silber ausgewählt, entweder in einer dünnen oder dicken Variante. Ich konnte es mir nicht verkneifen und wählte die dicke Variante. Das spürte ich dann auch bald in der Hand – das dünne Messing am Vortag war sehr viel dankbarer und schneller zu sägen.

Einmal die breite des zukünftigen Rings abgesägt wurden die Längskanten wieder glatt gefeilt.

Feilen der Längskanten des Silbers Feilen des Silberstücks

Im Anschluss an das Feilen der Längskanten wurde den Kursteilnehmern erklärt, wie die Ringgröße berechnet wird, so dass das Silberstück auch in der Länge gekürzt und die Enden leicht angeschrägt wurden. Die Schrängen dienen zur Formgebung, wenn die beiden Enden zusammengefügt und gelötet werden. Nach dem Löten wurde der noch ziemlich unrunde Ringe mit dem Gummihammer über dem Rundstab richtig rund geschlagen.

Ringgröße berechnen Werkzeug zum Goldschmieden

Der nach dem Hämmern runde und glatte Ring wurde im Anschluss in mehreren Runden glatt gefeilt und letztendlich poliert. Ein zweiter Ring, den ich am 2. Tag schmiedete war im Gegensatz zum ersten Ring sehr schmal. Beim Feilen und Polieren musste ich daher Zangen als Hilfsmittel nehmen, damit ich den Ring überhaupt festhalten konnte.

Feine Silberringe

Während ich den zweiten schmalen Ring nicht komplett vollendet habe und noch einige Feinheiten fehlen ist der zuerst entstandene Ring wirklich schön geworden. Selbst mein Freund, der sonst nichts mit Schmuck anfangen kann und weder beurteilen kann, ob ihm ein Schmuckstück gefällt oder nicht, war begeistert von dem Ergebnis, das ich ihm am Sonntag Abend präsentierte. So begeistert, dass er mir gleich ein paar schöne Fotos des Rings machte.

Der Goldschmiede-Kurs war überaus positiv und es war toll nach langer Zeit wieder mit den Händen zu arbeiten und etwas zu erschaffen. Toll an den Kursen ist, dass nach der initialen Einführung recht selbstständig in weiteren Kursen gearbeitet werden kann. Dies werde ich in Zukunft sicherlich noch öfter in Anspruch nehmen, denn so einfach ist dann doch kein Studio zum Goldschmieden in den heimischen Wänden eingerichtet.

Der Ring aus 28g Silber, nach Verarbeitung wahrscheinlich ein paar Gramm weniger, dafür ein paar Schmerzen mehr in den Fingern vom Feilen…

Silberring selbst gemacht

Silberring mit Schlitz auf Muschel

Silberring in Austermuschel

 

 

Weekend experiment – learning silver smithing in 2 days

After writing about jewelry design a lot and being interested in design and techniques it was kind of logic to try silver smithing myself one day. So I attended a  weekend course at the Hamburg VHS. And I was really excited what will happen and arise from those 2 days.

First I was surprised how close gold or silver smithing is to the dirty traditional smithery. Somehow I imagined gold smithing more tidy. Now 8 people where hammering on brass and silver, scarfing their chemicals and rasping silver and skin from their fingers. After the first day of silver smithing my muscles were hurting the next day from holding the silver tight and rasping the edges smooth.

The first day was about learning to handle all basic methods of sawing and rasping the material to shape the final piece. First I was working with brass and copper as silver would have been to expensive with 2€ a gram for learning. Plus the brass and copper was much thinner and easier to saw and rasp. At the end of the first day I had created to necklace pendents in triangle shape and was astonished what arouse from only one day of metal smithing and very basic and simple techniques.

The very positiv experience from the first day made me looking forward to the second day. In the morning we choose the silver we wanted to work with for the day. I choose a thick piece as I like huge rings and had a wide tape ring in mind. I soon almost regretted it having chosen a think piece. With the muscles hurting from yesterday it was quite hard work to saw the piece to the correct width. Once having sawn the silver lengthwise we had to rasp the edges smoothly again. More muscle hurting.

Following to the rasping we were taught how to calculate the ring size and how the ring form will be shaped and brazing together. After the brazing the hammering started to form the circular shape of the ring. Finally the ring got smoothed again and polished to the grade of brilliance one wanted to have. I started a second piece that should be contrasting to the wide ring and choose the ring to be very narrow. To rasp the fine ring I even hat to hold it with pliers so that it won’t fall out of my hands.

The course war really great and if felt good to work with my on hands again after a long time. In the future I will definitely visit a course again and learn more about techniques.

 

 

 



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